Was ist eine Grafik?

Eine Grafik ist eine Visuelle Darstellung, welche Ideen, Daten oder künstlerische Konzepte zu vermitteln versucht. Am meisten werden Grafiken verwendet um komplexe Inhalte vereinfacht darzustellen, so dass jeder diese dargestellten Dinge versteht.

Es gibt mehrere verschiedene Arten von Grafiken und die schauen wir uns jetzt an:

  1. Bilder: Perfekt für Werbungen oder um Abläufe vereinfacht darzustellen.
  2. Animationen: Wird in Werbespots, Erklärvideos und zu Schulungszwecken verwendet.
  3. Diagrammen: Besonders geeignet zur Darstellung von großen Mengen an Daten.
  4. Zeichnungen: Zeichnungen sind auch eine Art von Grafik, sie wird von Hobbyisten aber auch Profis verwendet um Sachen schnell darzustellen.

Wie man bereits erkennt bewegt sich die Grafik hauptsächlich im zweidimensionalen vorkommen, natürlich gibt es Ausnahmen, wie Animation oder 3D Grafiken, allerdings wird in der Werbung, Webdesign und anderen Bereichen meist immer noch hauptsächlich auf 2D gesetzt.

Der Hauptnutzen einer Grafik ist eine Information visuell und einfach erkenntlich darzustellen so das wirklich jeder sie verstehen kann.

was ist eine grafik

Inhaltsverzeichnis:

Definition: Was versteht man unter einer Grafik?

Wie bereits angedeutet, ist eine Grafik eine visuelle Darstellung, die sowohl einfache als auch komplexe Ideen verständlich vermitteln soll.

Der Begriff Grafik leitet sich aus dem Griechischen "graphikós" ab, was „zeichnen“ oder „schreiben“ bedeutet.

Mittlerweile steht das Wort Grafik aber für weitaus mehr als nur, zeichnen oder schreiben. Es umschreibt alles was visuell gestaltet oder dargestellt werden kann.

Zusätzlich gilt zwischen statischen und dynamischen Grafiken zu unterscheiden. Eine statische Grafik ist z.B.: ein einfaches Bild, welches still steht und sich nicht verändert. Statische Grafiken umfassen:

  1. Diagramme
  2. Fotos
  3. Illustrationen

Eine dynamische Grafik ist z.B.: eine Animation, sie verändert sich und hat die Möglichkeit auf Interaktivität. Hierbei gibt es:

  1. Animationen
  2. Interaktive Diagramme
  3. Interaktive Darstellungen

Zu guter Letzt lässt sich auch noch von der Funktionalität der Grafiken unterscheiden, hier gibt es „bildende“ und „emotionsweckendeGrafiken.

Diese unterscheiden sich im Zweck der ihrer Einsetzung. Eine bildende Grafik gibt dem Betrachter Informationen und versucht ihm diese beizubringen. Ein gutes Beispiel wäre das Sicherheitsblatt im Flugzeug. Es stellt mit einer simplen Grafik, die jeder verstehen kann, die Notfall Abläufe da.

Emotionsweckende Grafiken kommen in Büchern oder Zeitungen vor, meist sind sie Illustrationen. Ein Beispiel hierfür wäre der weit bekannte Comic „Asterix“.

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Geschichte der Grafik: Von Höhlenmalereien bis zur digitalen Kunst

Arten von Grafiken: Ein Überblick

Grafik gibt es fast seit Beginn der Menschheit, die ersten Grafiken, welche von Menschen gemacht wurden waren vermutlich Höhlenmalereien. Grafiken wurde seit dem Beginn unseres Daseins auf unserem Planeten immer wichtiger.

Früher standen Grafiken für Status und Reichtum, so waren sie auf Wappen oder in Lederrüstungen geritzt, besonders Farben waren früher sehr kostbar und sie steigerten den Wert der Grafiken enorm.

Richtige Merkmale der Grafik, so wie wir sie heute kennen, ergaben sich allerdings erst ab dem Zeitpunkt der Industrialisierung, damals schon wurden Grafiken für Werbungen oder Darstellung von Arbeitsablaufen verwendet.

Mit der digitalen Revolution die uns das späte 20 Jahrhundert brachte gewann die Grafik noch einmal einiges an Bedeutung. Wir können uns unser Leben mittlerweile ohne Grafiken gar nicht mehr vorstellen, es gibt kaum einen Tag wo wir nicht mehrere Grafiken zu Gesicht bekommen.

Die Verschieden Arten von Grafiken:

Grafiken könnten vielseitiger gar nicht sein. Es gibt sie in zahlreichen Formen und Strukturen auch in der Umsetzung unterscheiden sie sich stark.

Rastergrafik

Die Rastergrafik, für die meisten vermutlich bekannt durch Fotos oder digital erstellte Bilder. Sie besteht aus einer Matrix an Pixeln welche fixierten Positionen und Farben haben. Mit der richtigen Anordnung dieser Pixel entsteht somit ein Bild.

Wenn du mehr über Farben lernen willst ließ dir gerne unseren Artikel über die Komplementärfarben durch, hier erfährst du wie du ansprechende Farben für deine Grafik finden kannst.

Vektorgrafik

Etwas moderner ist die Vektorgrafik, vielleicht hast du das Dateiformat „.svg“ schon einmal gesehen, das ist ein Bildformat was sich die Vektorgrafik zu nutzen macht, so können Bilder verlustfrei bis ins unendliche gezoomt werden. Vektorgrafiken bestehen aus Lienen, diese werden mit Start und Endpunkten angegeben und erstellen somit Bilder. Die meisten von uns werden aber vermutlich den Begriff „Vektor“ das letzte Mal in der Schule gehört haben.

Infografik

Infografiken beinhalten komplexe Daten und versuchen diese anschaulich darzustellen, meisten werden hierfür Diagramme, wie: Säulendiagramm, Kreisdiagramm oder andere Arten an Diagrammen verwendet. Infografiken werden hauptsächlich in der Bildung, Medien oder Wissenschaft eingesetzt – eben da wo es viele Informationen gibt, welche einfach dargestellt werden sollen.

Technische Zeichnung

Technische Zeichnungen werden z.B.: in der Architektur verwendet. Hierbei geht es weniger um den künstlerischen Aspekt und vielmehr um die Planung. Umso wichtiger ist hier allerdings die Genauigkeit.

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Die Bedeutung von Grafiken in der modernen Kommunikation

In unserer Welt der Digitalisierung, welche durch Reize, schnelle und vielseitige Informationen geprägt ist, spielen Grafiken eine sehr wichtige Rolle in der Vermittlung dieser Kommunikationen.

Grafiken sind viel mehr als nur dekorative Mittel zum Zweck. Sie verstärken Emotionen, Gefühle oder Botschaften.

In unserer Zeit, in der wir mit Informationen quasi überflutet werden spielen Grafiken eine wichtige Rolle, sie sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Betrachter und Vermittler.

Außerdem steigern Grafiken die Interaktivität der Betrachter, besonders im Webdesign sind Grafiken somit enorm wichtig. Sie können den Umsatz steigern, bessere Rankings in Suchmaschinen wie Google erzielen und benutzter stärker beeinflussen.

Die Rolle der Technik in der Grafikgestaltung

Seit der Digitalisierung hat sich die Grafikgestaltung auch noch einmal enorm verändert. Es gibt jetzt Programme wie Photoshop, welche die Erstellung von Grafiken stark vereinfachen.

Zusätzlich haben wir gerade den KI boom. Es gibt Ki’s die Grafiken mittlerweile mit einem einfachen Text erstellen können. Diese Technik ist momentan noch nicht gut genug ausgereift um sie für Werbungen oder Seriöse Grafiken zu verwenden. Allerdings werden sie in der Zukunft eine große Rolle spielen, wenn auch nur um an Ideen für Designs zu kommen.

Zusätzlich zu all diesen Programmen gibt es mittlerweile mehrere Studienrichtungen die sich mit dem Grafikdesign befassen. Es gibt fixierte Regeln an die man sich halten sollte, denn diese wurden über Jahrzehnte erforscht und bewiesen.

Seit einigen Jahren gibt es auch Tablets um Digital zeichnen zu können, besonders für Animation oder Werbungs-Grafiken spielt das eine große Rolle. So können Grafiken leichter bearbeitet werden und ohne Qualitätsverlust wie z.B.: durch einen Scanner digitalisiert werden.

Leider gibt es nicht nur positive Veränderungen im Grafikdesign, viele sehen die Ki als Gefahr für Jobs im Grafikdesign aber auch das ständige aufkommen neuer Grafiksoftware lässt die Grafikdesigner immer wieder umlernen. Niemand weiß welche Software in 10-20 Jahren die Standard Industrie-Software sein wird.

Grafikdesign vs. Kunst: Wo liegt der Unterschied?

Kunst und Grafikdesign, lässt es sich überhaupt unterscheiden? Auch wenn es auf den ersten Blick sehr ähnlich erscheinen lässt gibt es einige Unterschiede. Die Kunst lässt einem mehr Spielräume und man muss die Regeln des Grafikdesigns nicht befolgen, ist ja schließlich Kunst.

Ein anderer Unterschied ist die Zielsetzung oder der Zielwunsch der Grafischen Arbeit. Das Hauptziel des Grafikdesigns ist es Botschaften zu vermitteln, Reaktion hervorzurufen und Informationen darzustellen.

Die Kunst drückt hier hingegen persönliche oder Kulturelle Perspektiven aus. Es ist eher eine Vermittlung von persönlichen Emotionen.

Außerdem unterscheiden sich Grafikdesign und Kunst in ihrem jeweiligen Kreativen Prozess.

Der Kreative Prozess des Grafikdesigns ist stark zielorientiert und vom Feedback der Nutzer/Betrachter geprägt.

Anders hierbei ist der kreative Prozess der Kunst, er ist viel freier und subjektiver. Künstler haben die Freiheit, ihre Sachen so darzustellen wie sie es selber für richtig halten. Auch aus diesem Grund ist Kunst Geschmackssache.

Einsatzbereiche von Grafiken: Von Werbung bis Wissenschaft

Wie bereits in diesem Artikel erwähnt sind die Einsatzbereiche von Grafiken sehr vielfältig. Sie werden in der Werbung, der Wissenschaft, der Bildung und der Kunst verwendet.

Am meisten bekommen wir sie durch die Werbung in unserem alltäglichen Leben zu Gesicht. Egal ob am Handy auf Social Media, am Abend vor dem Fernseher oder untertags auf Plakaten. Sie belgeiten uns durch unser gesamtes Leben ob wir wollen oder nicht.

Tools und Software für die Erstellung von Grafiken

Das wohl bekanntes Tool & Software ist Adobe Photoshop. Viele Grafikdesigner benutzen auch die Online Software „Figma“.

Kostenlose Alternativen zu Photoshop wären: Paint.Net, Figma und Gimp.

Weniger Bekannte Grafikdesign Tools sind:

Adobe Illustrator; hauptsächliche Verwendung für die Erstellung von Vektorgrafiken und Logos.

CorelDraw; wird verwendet für Vektorgrafiken, Layouts und Illustrationen.

Canva; ist ein Online Grafik Software, für die meisten vermutlich aufgrund der kostenlosen Logos bekannt.

Blender; die 3D und 2D Open Source Software Blender eignet sich perfekt für Animationen und 3D Grafiken.

Qualitätsmerkmale einer guten Grafik

Eine hochwertige Grafik zeichnet sich durch bestimmte Merkmale aus, die sicherstellen, dass sie sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional ist. Diese Merkmale helfen, die Botschaft klar und effektiv zu vermitteln und das gewünschte Ziel beim Betrachter zu erreichen. Hier sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale, die eine gute Grafik ausmachen:


1. Klare Botschaft und Zielorientierung

Eine gute Grafik hat immer eine klare Botschaft, die auf die Zielgruppe abgestimmt ist. Sie sollte präzise kommunizieren, was sie ausdrücken soll – sei es eine Information, eine Emotion oder eine Aufforderung. Unklare oder überladene Designs können die Wirkung beeinträchtigen und den Betrachter verwirren.

  1. Beispiel: Ein Werbeplakat sollte die wichtigsten Informationen (z. B. Produkt, Angebot, Kontakt) sofort erkennbar machen.

2. Visuelle Hierarchie

Eine gut strukturierte Grafik lenkt den Blick des Betrachters durch eine klare visuelle Hierarchie. Wichtige Elemente wie Überschriften, Bilder oder Call-to-Actions sollten hervorgehoben werden, während unterstützende Inhalte dezent im Hintergrund bleiben.

  1. Techniken:
  2. Größere Schriftgrößen oder Kontraste für zentrale Inhalte.
  3. Platzierung von Schlüsselbotschaften im oberen oder mittleren Bereich.

3. Farbgestaltung

Farben sind ein mächtiges Werkzeug, das sowohl Emotionen wecken als auch Informationen strukturieren kann. Eine gute Grafik verwendet harmonische Farbkombinationen und vermeidet übermäßige oder unpassende Farbvielfalt. Jede Farbe sollte bewusst gewählt sein, um bestimmte Stimmungen oder Assoziationen hervorzurufen.

  1. Beispiel: Ein Gesundheitsunternehmen verwendet häufig beruhigende Farben wie Blau oder Grün, während Rot und Gelb oft in Werbungen für schnelle Entscheidungen (z. B. Rabatte) eingesetzt werden.

4. Lesbarkeit und Typografie

Der Text in einer Grafik sollte gut lesbar sein. Die Wahl der Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstände spielt hierbei eine zentrale Rolle. Zu viele verschiedene Schriftarten oder schlecht platzierte Textelemente können die Lesbarkeit beeinträchtigen.

  1. Merkmale guter Typografie:
  2. Einheitliche Schriftarten (maximal zwei oder drei kombinieren).
  3. Genügend Kontrast zwischen Text und Hintergrund.
  4. Ausreichend großer Zeilenabstand und Buchstabenabstand.

5. Konsistenz und Harmonie

Eine gute Grafik wirkt stimmig und konsistent. Alle visuellen Elemente – wie Farben, Formen, Schriftarten und Bildstil – sollten miteinander harmonieren. Inkonsistenz kann den professionellen Eindruck einer Grafik beeinträchtigen.

  1. Beispiel: Ein Corporate Design sollte immer einheitlich bleiben, unabhängig davon, ob es für eine Broschüre, eine Webseite oder eine Präsentation verwendet wird.

6. Relevanz für die Zielgruppe

Eine gute Grafik ist auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Zielgruppe abgestimmt. Dabei sollten kulturelle, demografische und kontextuelle Faktoren berücksichtigt werden.

  1. Beispiel: Eine Grafik für ein Kinderbuch sollte lebendige Farben und einfache, spielerische Formen verwenden, während eine Grafik für ein Finanzunternehmen eher schlicht und seriös gestaltet sein sollte.

7. Technische Präzision

Die technische Umsetzung einer Grafik sollte fehlerfrei sein. Dazu gehören:

  1. Hohe Auflösung: Verpixelte oder unscharfe Elemente sollten vermieden werden.
  2. Optimiertes Dateiformat: Die Grafik sollte so gespeichert sein, dass sie für das jeweilige Medium geeignet ist (z. B. PNG oder SVG für Web, PDF oder TIFF für Druck).
  3. Saubere Ausführung: Kanten, Linien und Layouts sollten präzise und professionell sein.

8. Kreativität und Einzigartigkeit

Eine ansprechende Grafik sollte kreativ und originell sein. Sie sollte sich von anderen Designs abheben und gleichzeitig die Markenidentität oder die Botschaft unterstützen. Standardlösungen oder übermäßig genutzte Vorlagen können das Interesse mindern.

  1. Beispiel: Ein einzigartiges Logo-Design bleibt in den Köpfen der Betrachter besser haften als ein generisches.

Was ist eine Grafik - Kurz und Knapp zusammengefasst:

Eine gute Grafik ist ein Zusammenspiel aus Ästhetik, Funktion und Zielgruppenorientierung. Sie muss optisch ansprechend sein, dabei aber immer ihre Botschaft klar vermitteln und technisch einwandfrei umgesetzt sein. Wenn diese Qualitätsmerkmale erfüllt sind, wird die Grafik nicht nur wahrgenommen, sondern auch verstanden und geschätzt.

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